Grassilage mit Qualität

Die Grassilage wird hauptsächlich in der Fütterung von Mastbullen und Rindern verwendet. Auch für die Nahrung der Pferde kann sie genutzt werden. Daher ist die Qualität der Silage von großer Bedeutung. Je höher die Qualität, desto besser können die Wiederkäuer das Material verwerten. Um eine gute Qualität zu gewährleisten müssen die Arbeitsschritte von der Ernte bis zur Lagerung genau eingehalten werden.

Das kann zu Mängeln führen

Bereits bei der Aussaat der Gräser, die später zur Silage verarbeitet werden sollen, kann es zu Fehlern kommen. Jedoch bedeutet eine Auswahl an hochwertigen Futtergräsern nicht automatisch eine gute Qualität. Denn auch Mängel in der Bewirtschaftung schlagen sich in der Qualität nieder. Die Hauptfehlerquelle liegt allerdings im Trocknungsverfahren. Die Silage sollte mit einer maximalen Trockenmasse von 40 Prozent eingelagert werden. In den Silos ist es wichtig, dass das Material absolut luftdicht abgeschlossen ist.

Falsche Gärprozesse

Nur wenn die Biomasse luftdicht gelagert wird, können Milchsäurebakterien mit der Gärung beginnen. Sie verwerten den Restzucker, welcher sich in der Biomasse verbindet. Ist jedoch Sauerstoff im Material enthalten, so sind optimale Bedingungen für Essigsäurebakterien. Sie sind verantwortlich für die Bildung von Acetat. Dadurch entwickelt sich ein unangenehmer Geschmack und die Tiere lehnen häufig das Futter ab.

Zielgrößen

In landwirtschaftlichen Betrieben haben sich einige Zielgrößen durchgesetzt, was die Silagequalität betrifft. Nach diesen Größen sollte der Anteil an Rohfasern in der Biomasse nicht mehr als 25 Prozent betragen. Dadurch wird eine optimale Verwertung durch die Tiere gewährleistet. Allerdings sind diese Werte nur Richtwerte. Nähere Informationen gibt es unter agrarnetz.com.