Bananen züchten und anbauen

Anzucht

Bananenbäumchen können auf verschiedene Weise angezüchtet werden: zum einen ist die Vermehrung durch Samen möglich. Allerdings funktioniert diese Anzuchtmethode ausschließlich bei den Zierbananen. Die Samen der Zierbanane sind im Handel erhältlich und müssen bei warmen Temperaturen in einem Gefäß mit spezieller Anzuchterde herangezogen werden.

Wichtig ist, dass die Bananensämlinge mit hoher Luftfeuchtigkeit versorgt werden, daher sollte man unbedingt eine Plastikhülle über die Sämlinge stülpen. Die Keimdauer der Bananensamen beträgt jedoch mehrere Monate – deshalb ist Geduld bei der Vermehrung der Bananenstauden geboten. Neben der Sämlingsvermehrung ist auch die Anzucht per Wurzeltrennung möglich. Diese Anzuchtmethode eignet sich für sämtliche Bananensorten, setzt allerdings voraus, dass man bereits im Besitz der entsprechenden Mutterpflanze ist.

Ansonsten lässt sich noch sagen, dass man die jungen Bananenstauden am besten im Frühjahr umtopft und die Größe des Topfes über den Umfang der Wurzelbildung und somit die spätere Größe der Pflanze entscheidet.

Pflege

Entscheidend für die richtige Pflege eines Bananenbaumes ist in erster Linie der Standort. Tatsächlich sollte dieser gut gewählt sein, da der Bananenbaum unter Umständen sehr groß werden kann. Im Idealfall siedelt man sein Bananenbäumchen also in einem Wintergarten bzw. einem Gewächshaus an.

Für den Standort der wenigen winterharten Bananenstauden gelten folgende Bedingungen: sie mögen es sonnig und warm, sowie windgeschützt. Im Winter halten sie auch Minusgrade aus, allerdings müssen sie zurückgeschnitten und mit Laub geschützt werden. Für alle Bananensorten, ob winterhart oder nicht, ist eine Winterpause wichtig. Während dieser Zeit mögen es die Exoten eher kühl – nicht winterharte Pflanzen sollten jedoch niemals bei Temperaturen unter 15°C aufbewahrt werden. Außerdem sind die Bananenpflanzen während der kalten Jahreszeit auf Schatten und wenig Wasser angewiesen.

Auch die Nährstoffzufuhr kann in diesen Monaten stark eingeschränkt werden. Erst im Frühjahr sollte man wieder Hand an seine Bananenstaude legen. Die Pflanze treibt nun wieder aus und sollte jetzt sowohl ausreichend gedüngt wie auch gegossen werden. Beim Gießen des Bananengewächses darf man nur Regenwasser verwenden, da die Banane wie so viele andere Exoten auch empfindlich auf Kalk reagiert. Außerdem empiehlt es sich, nur mit warmem Wasser zu gießen.

Zur gesunden Entwicklung der Bananenstaude trägt auch das Besprühen der Blätter bei, da die Banane tropische Bedingungen, also eine hohe Luftfeuchtigkeit, sehr schätzt. Daneben spricht ein guter Nährboden für ein gesundes Wachstum des Exoten: die Erde sollte kalkarm sein und statt dessen einen leichten Säuregehalt aufweisen. Außerdem muss der Boden des Bananenbaumes wasser- sowie luftdurchlässig sein und aus Humus bzw. Torf bestehen.

Ernte

Die Früchte des Bananenbaumes sind bei der Anzucht in freier Natur bereits nach einem Jahr ausgebildet. Kultiviert man den Bananenbaum jedoch bei uns, wird es ca. sechs Jahre dauern, bis eine Bananenstaude heranwächst. Bei winterharten Bananenbäumen lohnt sich eine Ernte der Früchte allerdings nicht; sie sind ungenießbar.

Kommentare

Ich finde diesen Beitrag zum Bananenpflanzen in Deutschland sehr hilfreich. Wens interessiert, sollte sich auch noch diese Anleitung ansehen. http://www.plantacionesedelman.com/5-erstaunliche-dinge-ueber-bananen-un... Dort gibts ein paar Insiderinfos direkt aus Costa Rica!
Viel Spaß damit, ¡hasta luego!
Anton

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