Feigen züchten und anbauen

Anzucht

Möchte man einen Feigenbaum mit Hilfe von Stecklingen anzüchten, so muss man diese mit der Schnittstelle nach unten in ein Sand-Erdgemisch geben. Wichtig ist, dass die Stecklinge im Frühjahr eingepflanzt werden. Nun stellt man die Töpfe mit den Feigenstecklingen bei ca. 20° C in den Schatten – in der prallen Sonne würden die Stecklinge schnell vertrocknen. Der Vorteil an der Stecklings-Vermehrung: schon im Herbst kann man damit rechnen, dass sie Früchte tragen.

Bei der Feigenanzucht mit Samen braucht es schon etwas mehr Aufwand und Geduld: die kleinen Samen einer frischen Feige müssen vom Fruchtfleisch gereinigt und in ein Gefäß mit Torf gegeben werden. Nun muss die Erde regelmäßig gewässert werden. Damit die Samen zu keimen beginnen, sollten sie bei Temperaturen zwischen 22 und 25 warm gestellt werden. Außerdem brauchen sie Licht – natürlich ist es auch bei der Anzucht der Feigensämlinge wichtig, dass sie nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. Haben sich die Sämlinge schließlich zu Keimlingen entwickelt, kann man diese in Erde umtopfen – allerdings erst, wenn sich ein richtiger Wurzelballen gebildet hat.

Pflege

Um gut wachsen zu können sind Feigen auf ein trockenes und warmes Klima angewiesen. Deshalb stellt man das Feigenbäumchen im Sommer am besten nach draußen in die Sonne – im Winter empfiehlt es sich, die Feigenpflanze unter Glas oder in die Wohnung zu stellen. Feigen halten in der Regel nur leichte Minusgrade aus – einzige Ausnahme bildet die Feigenart 'Violetta': diese wird als Bayernfeige bezeichnet und hält sogar starkem Frost stand.

In den kühlen Wintermonaten ist der Feigenbaum sehr genügsam – er kann sowohl auf viel Licht als auch auf Wärme verzichten. Der Boden, in den man das Feigengewächs einpflanzt, sollte leicht humos und kalkhaltig sein. Damit Staunässe vermieden wird, muss der Boden außerdem luft- und wasserdurchlässig sein. Gedüngt werden Feigen, die in einer Topfkultur aufwachsen, während ihrer Wachstumsphase im Sommer einmal wöchentlich mit organischem Flüssigdünger. Außerdem muss man die im Topf heranwachsenden Feigenbäumchen nur mit wenig Wasser versorgen.

Ernte

Feigen werden für gewöhnlich erst geerntet, wenn sie fertig ausgereift sind. Eine vollständig ausgereifte Feige erkennt man daran, dass sie sich weich anfühlt. Außerdem verfärben sich die zu Beginn noch grünen Früchte lila, gelb oder rosa, sobald sie reif sind.