Kaffee züchten und anbauen

Anzucht

Um den Kaffebaum mit Hilfe eines Samens zu vermehren, entfernt man lediglich die Kaffebohne aus dem Inneren einer frischen Kaffeefrucht und pflanzt diese in einen mit humoser, durchlässiger Erde gefüllten Topf. Die Bohne wird nun leicht mit Erde bedeckt und an einem um die 20° C warmen Ort untergebracht. Bei richtiger Pflege wird der Kaffeesamen nach einigen Wochen zu keimen beginnen. (Bei Magicgardenseeds können Sie z.B. Kaffeesamen bestellen)

Haben sich schließlich die ersten Blattpaare aus dem Inneren der Kaffebohne entwickelt, kann diese problemlos in einen größern Topf verpflanzt werden.

Neben der Samenanzucht eines Kaffebaumes ist auch die Vermehrung durch Stecklinge möglich. Diese sollten aus den Mitteltrieben eines Kaffeebaumes geschnitten werden und ca. 15 – 20 cm lang sein. Die Stecklinge werden nun in ein Gemisch aus Sand und Torf gesteckt und möglichst warm gestellt – Temperaturen zwischen 20 und 25° C sind ideal zur Wurzelbildung der Stecklinge.

Allerdings sollten die Stecklinge niemals der prallen Sonne ausgesetzt werden – statt dessen mögen sie es lieber schattig. Damit ein richtiges Klima für die empfindlichen Stecklinge geschaffen wird, umgibt man diese am besten mit einer Plastikhülle. Es wird nicht lange dauern und schon beginnt der Steckling zu wurzeln und Blätter auszubilden.

Pflege

Das Kaffeebäumchen kann problemlos als Zimmerpflanze verwendet werden, ideal ist allerdings dessen Anzucht in einem Gewächshaus (in diesem Fall ist sicherlich mit einer sehr reichen Ernte zu rechnen). Entscheidet man sich für die Anzucht in den eigenen vier Wänden, sollte man allerdings auch für einen entsprechend warmen, nur leicht sonnigen Platz sorgen, an dem sich der Kaffebaum wohl fühlt – ohne Sonnenschutz würde der Kaffeebaum bald vertrocknen.

Im Winter hingegen ist der Kaffeebaum mit Temperaturen um die 18° C vollauf zufrieden – wird es ihm aber zu kalt, zeigt er dies ganz deutlich, indem er seine Blätter einrollt. In diesem Fall sollte man unbedingt für etwas mehr Wärme sorgen – allerdings nicht mit Hilfe von Heizungen, da der Kaffeebaum trockene Luft schnell übel nimmt. In diesem Fall empfiehlt sich ein Luftbefeuchter oder ein Aktivkohlefilter – beide Gerätschaften sorgen dafür, dass ein angenehmes Klima für den Kaffeebaum entsteht.

Der Kaffeebaum bevorzugt außerdem ein Gemisch aus Sand und Torf als Nährboden. Weiterhin sollte der Boden einen gewissen Säuregehalt aufweisen und – wie das meist der Fall ist – sowohl luft- als auch wasserdurchlässig sein. Gedüngt wird während der Vegetationsperiode im Sommer im zwei Wochen-Takt mit organischem Flüssigdünger. Im Winter wird die Düngung allerdings komplett eingestellt.

Das selbe gilt auch beim Gießen: im Sommer wird reichlich gegossen, da der Wurzelballen immer schön gleichmäßig feucht gehalten werden muss – im Winter wird nur noch selten gegossen, da der Wurzelballen in dieser Zeit trocknen soll. Was allerdings den Tod eines jeden Kaffebaumes bedeutet, ist kalkiges Wasser. Stattdessen empfiehlt sich Regenwasser für gutes und gesundes Wachstum der Kaffeepflanze.

Ernte

Der Kaffebaum beginnt für gewöhnlich drei Jahre nach seiner Anzucht damit, Blüten und Früchte auszubilden. Nun muss man sich allerdings noch ein weiteres Jahr gedulden, bis die Kaffeefrüchte - auch Kaffeekirschen genannt - reif genug zur Ernte sind.

Haben sich die Kaffeekirschen dunkelrot verfärbt, ist dies ein sicheres Anzeichen dafür, dass die Kaffeefrüchte reif genug und somit bereit zur Ernte sind. Nun muss man lediglich noch die Hülle der Kirschen knacken und schon hat man eine echte, selbst gezüchtete Kaffeebohne in den Händen.