Kaki züchten und anbauen

Anzucht

Die Vermehrung der Kakifrucht ist ausschließlich mit Hilfe ihrer Samen möglich. Diese sind allerdings nicht so leicht erhältlich, da die bei uns vertriebenen Früchte in der Regel samenlos sind. Lediglich die in südlicheren Regionen beheimatete Kaki enthält die für die Vermehrung notwendigen Sämlinge. Hat man die seltenen Samen schließlich ergattert, darf man diese allerdings in keinem Fall sofort einpflanzen.

Statt dessen setzt man sie einer mehrere Wochen andauernden Kälteperiode aus. Dieser Vorgang wird als stratifizieren bezeichnet und sorgt dafür, dass die kälteresistenten Samen keimen und austreiben können. Erst nach dieser kühlen Aufbewahrung werden die Kakisamen in ein mit Anzuchterde oder Torf gefülltes Gefäß gegeben. Dort werden sie nur leicht mit Erde bedeckt und an einem warmen, hellen Ort untergebracht. Sobald die Kakikeimlinge einen großen Wurzelballen ausgebildet haben, empfiehlt sich eine Umtopfung der Jungpflanzen.

Pflege

Die Kakipflanze kann problemlos in einer Topfkultur herangezüchtet werden – allerdings sollte sie bei milden Temperaturen im Idealfall an der frischen Luft stehen. Wichtig ist, dass das Kakibäumchen an einem sonnigen und geschützten Platz untergebracht wird. Hohe Luftfeuchtigkeit ist nicht entscheidend für das Wachstum des Kakibaumes – im Gegenteil: das Gewächs hält sogar trockene Heizungsluft problemlos aus, weshalb eine Unterbringung im Haus durchaus möglich ist. Im Winter befindet sich kaum noch Laub am Kakibaum.

Die Vegetationsperiode ist bis zu Beginn des Winters abgeschlossen, weshalb die Pflanze während der kalten Jahreszeit anspruchslos ist und kaum Pflege benötigt. So braucht man das Kakigewächs nur an einem dunklen und kühlen Ort unterzubringen – in milderen Regionen kann die Pflanze sogar draußen stehen bleiben, da sie leichte Minusgrade während ihrer Vegetationspause überstehen kann. Auf Dunggüsse sollte während des Winters völlig verzichtet werden. Ansonsten muss der Kakibaum etwa einmal im Monat gedüngt werden – wichtig ist, dass das Bäumchen nicht zu viele Nährstoffe erhält.

Häufiges Gießen schadet der Kaki, sie darf nur äußerst selten mit Wasser versorgt werden, damit sie nicht zu faulen beginnt. Wichtig ist, dass das Gießwasser immer kalkfrei ist. Um der Fäulnisgefahr vorzubeugen, sollte man auch auf die Zusammensetzung des Nährbodens achten: dieser sollte unbedingt so leicht sein, dass das Wasser durchlaufen kann. Außerdem empfiehlt sich möglichst nährstoffarme Erde für ein gesundes Wachstum der Kakipflanze.

Ernte

Im Herbst wirft der Kakibaum seine Blätter ab – dies ist ein Zeichen für die Reife der Kakipflaumen. Ausgereifte Kakis erkennt man außerdem an ihrer kräftigen Orangefärbung und daran, dass sie etwa so groß wie ein Tennisball sind. Zwar erntet man die Kakifrüchte in der Regel erst, sobald sie vollständig ausgereift sind, jedoch können die Kakis bei warmen Temperaturen noch problemlos nachreifen.