Feigenkaktus / Kaktusfeige züchten und anbauen

Anzucht

Wem es zu einfach ist, sich einen Feigenkaktus aus dem Gartencenter zu besorgen, der kann es mit der Samenanzucht der Kaktee probieren. Zuerst müssen die Samen einer Kaktusfeige mit warmem Wasser vom Fruchtfleisch gereinigt werden. Anschließend lässt man die Samen über mehrere Tage hinweg trocknen. Wenn die Samen trocken sind, werden sie in Wasser gelegt, bis sie zu quellen beginnen. Nun muss man einen kleinen Blumentopf mit Torf füllen. Die Samen werden jetzt aber nicht mit dem Torf bedeckt, sondern lediglich auf das Substrat gestreut.

Das Torftöpfchen sollte an einen schattigen Platz gestellt werden. Bei einer Keimtemperatur zwischen 20 und 25° und regelmäßigem Gießen wird der Feigenkaktus-Samen nach wenigen Wochen erste Vorkeimblätter ausbilden. Erst jetzt darf die Kaktee an einen sonnigen Platz gestellt werden. Nach wenigen Tagen zeigen sich die ersten Kakteenblätter. Mindestens einmal im Monat wird der junge Feigenkaktus nun gedüngt.

Allerdings lässt sich der Feigenkaktus auch vegetativ vermehren. Dazu muss man lediglich einen kleinen Trieb, bzw. ein Ohr der Feigenkaktee entfernen, die Schnittstelle trocknen und den Trieb in Kakteenerde einpflanzen. Schon nach wenigen Tagen werden sich die ersten Wurzeln bilden.

Pflege

Der Feigenkaktus braucht einen mageren Boden, der mit Steinen und Sand angereichert ist. Im Sommer ist der Kaktus auf viel Licht angewiesen. Aus diesem Grund ist es das Beste, man stellt die Kaktee an trockenen, sonnigen Sommertagen ins Freie. Natürlich kann der Kaktus auch unter Glas gestellt werden – am besten in ein Gewächshaus mit möglichst trockener Luft. Auch im Zimmer wächst der Feigenkaktus problemlos heran, trockene Luft kommt ihm schließlich entgegen.

Wichtig ist bloß, dass die Kaktee an ein möglichst helles Fenster gestellt wird. Im Winter ist am besten, der Feigenkaktus hat es kühl bei Temperaturen um die 6°C. Düngen muss man den Feigenkaktus nur selten – während der Vegetationsperiode reichen zwei bis drei Dunggüsse vollkommen aus. Wasser braucht der Feigenkaktus zwar regelmäßig, aber in größeren Abständen. Diese Trockenperioden sind wichtig, damit keine Staunässe entstehen kann. Im Winter wird der Exot sogar komplett trocken gehalten.

Ernte

Die Kaktusfeige wird erst im Herbst geerntet, da sie die Sommermonate zum Ausreifen braucht. Reif ist die Kaktusfeige dann, wenn sie kräftig braun, rot oder gelb gefärbt ist. Außerdem fühlt sich die reife Kaktusfeige weich an. Wichtig bei der Ernte: die Kaktusfeigen sollten nur mit speziellen Handschuhen geerntet werden, da man sich sonst leicht an den spitzen Stacheln sticht.