Kiwi züchten und anbauen

Kiwi: Anzucht

Die Kiwi wird vor allem in Neuseeland angebaut – allerdings kann sie auch den europäischen Temperaturen standhalten und bei uns angezüchtet werden. Doch obwohl die Kiwi als relativ frostfest gilt, empfiehlt es sich, die Kiwifrucht entweder in einem Gewächshaus oder im Topf anzuziehen, da sie zu starkem Frost (man spricht davon, das dies ab -12 °Grad der Fall ist) nicht gewachsen ist.

Entscheidet man sich schließlich für eine Kiwi-Anzucht im Gewächshaus, sollte man eines beachten: die Kiwipflanze treibt in der Regel stark aus und kann meterlange Triebe bilden, weshalb sie am besten in einem größeren Gewächshaus gezüchtet werden sollte.

Die Kiwi-Samen muss man sich nicht zwangsläufig kaufen – schließlich befinden sich in jeder Kiwifrucht zahlreiche kleine, schwarze Samenkörner, die man ebenso gut wie gekaufte Samen zur Kiwiaufzucht verwenden kann. Wichtig für eine gelungene Anzucht ist allerdings, dass die Kiwisamen gut gesäubert werden.

Der nächste Schritt ist schließlich, dass die Kiwisamen für ca. 30 Tage an einem kühlen Ort – am besten im Kühlschrank – gelagert werden. Erst nach dieser 30-tägigen Kühlung gelten die Kiwisamen als keimfähig – dem Einpflanzen der Samen steht nun nichts mehr im Wege. Nun sollte man unbedingt darauf achten, dass die Kiwikörnchen genügend Licht bekommen. Damit dies der Fall ist, sollten die Samen nicht zu tief in die Erde gesteckt werden – statt dessen reicht es vollkommen, die Kiwikörnchen leicht mit Erde abzudecken. Nach etwa drei Wochen kann man damit rechnen, dass die Kiwisamen zu keimen beginnen.

Kiwi: Pflege

Egal, ob man die Keimlinge nun im Topf oder im Gewächshaus angezüchtet hat – in jedem Fall sollten sie mit genügend Wärme und Licht versorgt werden, weshalb sich ein sonniger und windgeschützter Platz für die Kiwisamen am besten eignet. Außerdem brauchen Kiwis vor allem im Sommer viel Feuchtigkeit für ein gesundes Wachstum.

Werden Kiwis im Garten herangezüchtet – dies empfiehlt sich allerdings vor allem, wenn die Keimlinge schon etwas kräfiger sind - sollte man sie allerdings an einem windgeschützten Platz ansiedeln. Ein windgeschützter Platz ist vor allem dann sehr wichtig, wenn die Kiwipflanzen den Winter gut überstehen sollen. Da die Kiwi zu den Rankpflanzen zählt, benötigen sie unbedingt eine Rankhilfe, um gut wachsen zu können. Auch ein regelmäßiger Rückschnitt der Pflanzentriebe empfiehlt sich, wenn man seiner Kiwipflanze und vor allem deren Früchten etwas Gutes tun möchte.

Bei der Pflege seiner Kiwis sollte man allerdings auch das Düngen nicht vergessen. Etwa einmal in der Woche kann die Kiwipflanze mit einem Düngemittel versorgt werden – dabei ist die Kiwipflanze nicht sonderlich wählerisch: nahezu jeder Dünger ist ihr recht.

Kiwi: Ernte

Selbst gezogene Kiwipflanzen blühen in der Regel erst einige Jahre nach deren Anpflanzung, weshalb sich die Kiwifrüchte natürlich auch entsprechend spät entwickeln. Hat sich schließlich die Kiwifrucht gebildet, sollte diese erst kurz vor dem ersten Frost, also im späten Herbst, geerntet werden. Allerdings ist es unbedingt notwendig, dass die Kiwipflanzen vor diesem ersten Frost geerntet werden – auch wenn sie noch gar nicht fertig ausgereift sind.

Ansonsten muss man bei zu später Kiwiernte mit einer starken Beschädigung der Kiwifrucht rechnen, so dass die Kiwi natürlich nicht mehr genießbar ist. Sollten die Kiwis vor den ersten Frösten noch nicht reif genug sein, ist es kein Problem, die geerntete Kiwifrucht im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur nachreifen zu lassen.