Kumquat züchten und anbauen

Anzucht

Die Kumquat kann am leichtesten über Veredelung vermehrt werden. Damit die Veredelung möglich ist, braucht man eine Veredelungsunterlage, die den Bedürfnissen der Kumquat entspricht. Am besten lässt man sich hierfür in einem Gartenfachgeschäft beraten.

Kumquats können allerdings auch über Samen vermehrt werden. In diesem Fall entfernt man die Kerne einer frischen Kumquat und reinigt sie gründlich unter lauwarmem Wasser. Jetzt müssen die Kumquat-Samen austrocknen können. Dazu lässt man sie am besten über Nacht liegen. Sind die Samen trocken, werden sie in einen mit Aussaaterde gefüllten Blumentopf gegeben. Auch eine flache Schale eignet sich für die Anzucht der Samen.

Die Kumquat-Samen dürfen nur leicht mit Erde bedeckt werden. Jetzt wird die Erde angefeuchtet und eine Tüte darüber gestülpt. Die Tüte darf erst entfernt werden, wenn sich die ersten Keimlinge zeigen. Sind die Kumquat-Keimlinge etwa 10cm groß, sollte man sie einzeln umtopfen. Das Substrat, in das die jungen Kumquat-Pflanzen kommen, muss möglichst nährstoffreich sein. Reichert man die Erde etwas mit Kompost an, ist das ideal für das Wachstum der Pflanze. Der Nährboden der Jungpflanzen sollte möglichst wenig Torf enthalten.

Pflege

Die Kumquat ist im Vergleich zu anderen Zitrusfrüchten nicht sehr kälteempfindlich – sie hält Temperaturen bis zu -5°C aus. Kumquat-Pflanzen können bis zu Beginn des ersten Frostes an einem sonnigen, windgeschützten Ort im Garten stehen. Im Winter bringt man die Kumquat am besten in einem hellen, aber kühlen Raum unter. Die Temperaturen sollten nicht höher als 5°C sein. Es empfiehlt sich ein homoser und trockener Nährboden, der keine Staunässe entstehen lässt und dafür sorgt, dass die Wurzeln mit genug Sauerstoff versorgt werden.

Da die Kumquat auf Nährstoffe angewiesen ist, muss sie wöchentlich gedüngt werden. Erst im Spätsommer kann die Düngung eingestellt werden. Im Frühjahr muss die Kumquat-Pflanze dann wieder mit Nährstoffen versorgt werden. Wasser braucht die Kumquat in regelmäßigen Abständen. Der Wurzelballen sollte immer gleichmäßig feucht sein. Gießen darf man die Kumquat nur mit kalkfreiem Wasser. In den Wintermonaten wird auch die Wasserzufuhr stark reduziert – nur mit einem trockenen Wurzelballen kann die Kumquat überwintern.

Ernte

Kumquats können ganzjährig blühen und bilden erst zehn Jahre nach ihrer Samenanzucht Blüten und Früchte aus. Nach der ersten Blüte (bei veredelten Kumquats muss man meist nur ein Jahr warten) tragen sie allerdings im zwei Jahres-Takt Früchte. Reife Kumquats erkennt man an ihrer dunkelorangen Färbung. Außerdem geben sie bei leichtem Fingerdruck nach. Besonderheiten der Kumquat-Frucht: sie enthält nur wenige Kerne und ihre Schale kann mitgegessen werden.