Olive züchten und anbauen

Anzucht

Olivenbäume, auch Ölbäume genannt, können entweder über ihre Samen oder vegetativ vermehrt werden. Bei der vegetativen Vermehrung schneidet man im Frühjahr einen Trieb aus den Zweigspitzen des Olivenbaumes. Der Olivenbaum-Trieb sollte etwa 20 bis 25cm lang sein und zur Hälfte in ein nährstoffarmes, sandiges Substrat gesteckt werden. Nun wird der Steckling leicht angegossen, mit einer Plastikhülle bedeckt und schattig gestellt. Nach etwa drei Monaten hat der Trieb schließlich seine Wurzeln ausgebildet.

Erst wenn der Steckling kräftig genug ist, darf er vorsichtig nach draußen gepflanzt werden. Wichtig dabei ist, dass das Verpflanzen nur im Sommer stattfindet. Allerdings sollte der Olivenbaum-Trieb nicht sofort in die pralle Sonne gesetzt werden – er muss erst langsam an die Sonne gewöhnt werden.
Bei der generativen Vermehrung des Ölbaumes braucht man den Kern einer möglichst frischen Olive. Der Olivenkern muss vom Fruchtfleisch gesäubert und etwa 2cm tief in einen sandigen, keimfreien, lockeren Boden gesetzt werden. Nun wird der Olivensamen an einen hellen, warmen Ort gestellt.

Worauf man unbedingt achten sollte: das Substrat darf nie austrocknen, sondern muss immer leicht feucht sein. Nach einigen Wochen beginnt der Sämling schließlich zu keimen. Wenn der Trieb kräfig ist und die ersten Blätter ausbildet, darf er in den Garten gesetzt werden. Auch hier gilt: Verpflanzen nur im Sommer und schrittweises Gewöhnen an die Sonne.

Pflege

Der Olivenbaum ist auf sehr viel Sonnenlicht angewiesen. Am besten stellt man den Olivenbaum deshalb in den Sommermonaten an einen möglichst sonnigen, windgeschützten Platz nach draußen. Perfekt für den Olivenbaum wäre natürlich ein Glashaus oder ein Wintergarten, in dem er sowohl im Sommer als auch im Winter gut untergebracht wäre. Allerdings kann der frostempfindliche Olivenbaum während der kalten Jahreszeit auch einfach in ein helles, kühles Zimmer gestellt werden. Gegossen wird der Olivenbaum am besten nur mäßig.

Während er längere Trockenperioden gut aushält, reagiert er empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit. Zu große Trockenheit signalisiert der Olivenbaum durch Blätterabwerfen. Düngen sollte man den Olivenbaum am besten nur mit Flüssigdünger. Da der Baum nährstoffarmen Boden bevorzugt, wird er nur während des Sommers ein bis zweimal gedüngt.

Im Winter kann die Nährstoffzufuhr komplett eingestellt werden. Wie schon erwähnt braucht der Olivenbaum einen mageren, luftdurchlässigen Boden: am besten ein Sandgemisch mit einem hohen Kalkanteil.

Ernte

Der Olivenbaum kann durchaus auch bei europäischen Temperaturen Früchte ausbilden. Es dauert jedoch mehrere Jahre, bis ein selbst angesäter Olivenbaum die ersten Früchte trägt. Oliven werden in der Regel in den Herbst- oder Wintermonaten reif.

Die Vollreife einer Olive erkennt man daran, dass sie blauschwarz gefärbt ist. Allerdings können die Oliven auch im grünen, noch nicht ganz reifen Zustand geerntet werden.