Orangen züchten und anbauen

Orangen: Anzucht

Wer einen Orangenbaum mit Hilfe von Sämlingen heranzüchten will, braucht sehr viel Geduld. So dauert es einige Jahre bis ein aus einem Samen gezogenes Orangenbäumchen zu blühen beginnt.

Ein paar Tipps für all die, die sich dennoch an die Samen-Anzucht machen wollen: die Samen sollten immer einer frischen und ausgereiften Orange entnommen werden. Nun müssen die Samen vorsichtig gereinigt und in einen Topf mit Stecklingserde gegeben werden. Die Orangensamen werden nur leicht mit Erde bedeckt und kommen an einen warmen, nicht allzu sonnigen Ort. Nach vier bis fünf Wochen beginnen die Samen schließlich zu keimen.

Eine weitere Methode der Orangenanzucht ist die Stecklingsvermehrung. Damit die Stecklingsvermehrung des Orangenbaumes funktioniert, muss man einen etwa 20cm langen, reifen Steckling von einem Orangenbaum entfernen. Die Schnittstelle des Stecklings wird jetzt am besten in ein Bewurzelungshormonpulver wie Wurzelfix getaucht.

Den vorbereiten Steckling steckt man nun in einen mit Quarzsand gefüllten Topf. Jetzt sollte man den Steckling an ein warmes und schattiges Plätzchen stellen und mit einer Plastiktüte überziehen – Temperaturen von 20 bis 25° C und hohe Luftfeuchtigkeit sind für die Wurzelbildung des Stecklings ideal.

Als eine weitere Methode der Orangenvermehrung gilt das Abmoosen. Dazu schneidet man ein Stück Rinde aus dem Stamm des Orangenbaumes. Oberhalb des Schnittes wird nun ein Draht befestigt. Nachdem man die Schnittstelle mit Wurzelfix versehen hat, wickelt man feuchtes Moos um die Schnittstelle.

Das Moos wird nun mit einer Plastiktüte umwickelt. Haben sich daraus schließlich Wurzeln gebildet, wird der Trieb entfernt und kann eingepflanzt werden.

Orangen: Pflege

Der Nährboden des Orangenbaumes sollte aus kalkfreiem Sand bestehen, der dafür sorgt, dass Wasser und Luft gut durch den Boden gelangen. Außerdem ist Humos für die Nährstoffzufuhr wichtig, genauso wie Torf, der für den nötigen Säuregehalt sorgt. Damit der Orangenbaum gesund heranwächst, ist auch die Nährstoffversorgung wichtig. So sollte man den Orangenbaum während der Vegetationsphase alle 14 Tage mit organischem Flüssigdünger versorgen.

Im Spätsommer muss der Orangenbaum seine Triebe weiter ausbilden – während dieser Zeit sollte in keinem Fall gedüngt werden. Für die Wasserzufuhr gilt im Prinzip das Gleiche: während das Orangenbäumchen in seiner Wachstumsphase mit reichlich Regenwasser versorgt werden darf (allerdings nicht mit zu viel Wasser, sonst beginnt der Wurzelballen zu faulen!), wird die Zitruspflanze im Winter kaum noch gegossen – lediglich eine leichte Ballenfeuchtigkeit sollte angestrebt werden.

Nun noch ein paar Worte zur Wahl des Standortes: von Frühling bis hinein in den Spätsommer darf der Orangenbaum ruhig in den Garten oder auf den Balkon gestellt werden. Wichtig ist, dass das Orangenbäumchen an einem warmen und sonnigen Platz steht. Im Winter mag es der Orangenbaum kühl, bei Temperaturen um die 5° C – Frost verträgt er allerdings nicht, weshalb der Orangenbaum auf jeden Fall in der Wohnung untergebracht werden sollte.

Ernte

Reife Orangenfrüchte erkennt man daran, dass sie eine intensive Färbung annehmen und weich werden. Die Zitrusfrüchte sind in der Regel in den Herbst- und Wintermonaten ausgereift und müssen nicht abgepflückt werden, da sie von alleine abfallen.