Pfeffer züchten und anbauen

Anzucht

Pfeffer wird meist über Stecklinge vermehrt. Damit die Stecklingsvermehrung klappt, sollte man einen möglichst kräftigen, etwa 30cm langen Trieb aus einem Pfefferstrauch herausschneiden. Der Steckling wird jetzt etwa zu einem Drittel in Anzuchterde gesteckt und mit einer Plastikhülle bedeckt. Nun sollte der Pfeffer-Steckling an einen warmen und hellen Platz gestellt werden. Hell bedeutet allerdings nicht, dass der Trieb dem prallen Sonnenlicht ausgesetzt werden darf. Die Plastikhülle wird erst dann abgenommen, wenn der Steckling austreibt.

Natürlich ist auch die generative Vermehrung des Pfeffers möglich. Voraussetzung für die Sämlingsvermehrung ist allerdings, dass man sich frische Pfeffersamen beschafft. Ist man an frische Pfeffersamen gekommen, muss man sie schnellstmöglich einpflanzen, da die Samen nur für kurze Zeit keimfähig sind. Pfeffersamen können ganzjährig eingesät werden – wichtig ist nur, dass sie es hell und warm haben. Kann man diese Voraussetzungen erfüllen, steht einer schnellen Keimung nichts mehr im Wege.

Pflege

Der Pfefferstrauch liebt es warm und sonnig, weshalb er bei unseren Temperaturen am besten in einem Wintergarten gehalten wird. Nach draußen darf der Pfeffer nur an richtig warmen Tagen. Auch Zimmerkultur ist möglich, jedoch muss man sich dafür entsprechend mit Wärmeleuchten und Aktivkohlefiltern ausstatten. Selbst im Winter mag es der Pfefferstrauch hell und mindestens 18°C warm.

Beim Gießen des Pfefferbaumes muss man vorsichtig sein, da der Exot am besten mit Regenwasser und niemals zu stark gegossen werden darf. Statt dessen bevorzugt er einen nur leicht feuchten Boden, der in regelmäßigen Abständen mit Wasser versorgt wird. Im Winter ist es wichtig, zwischen dem Gießen längere Pausen einzulegen, in denen das Substrat des Pfefferstrauches trocknen kann.

Damit es nicht zu Staunässe und fauligen Wurzeln kommt, empfiehlt sich ein durchlässiger, mit Sand und Humus gemischter Boden. Während des Frühjahrs bis hinein in den Spätsommer sollte das Pfeffergewächs einmal monatlich gedüngt werden.

Ernte

Ein Pfefferbaum kann bei guter Pflege bis zu zweimal im Jahr geerntet werden. Grob unterscheidet man zwischen vier Pfeffersorten: dem schwarzen, dem weißen, dem roten und dem grünen Pfeffer. Sowohl der weiße als auch der schwarze Pfeffer werden erst im vollreifen Zustand geerntet. Schwarzer Pfeffer wird bei leichter Rotfärbung geerntet.

Die typisch schwarze Färbung erhält er erst dadurch, dass er in der Sonne getrocknet wird. Hingegen wird der weiße Pfeffer nach seiner Ernte erst einmal in Wasser eingelegt, bis sich dessen rotes Fruchtfleisch löst. Der helle Samen, der dadurch zum Vorschein kommt, wird anschließend ebenso wie der schwarze Pfeffer in der Sonne getrocknet. Auch der rote Pfeffer wird im reifen Zustand geerntet.

Allerdings werden die roten Pfefferbeeren sauer oder salzig eingelegt, weshalb sie meist eher als Beilage als als Gewürz verwendet werden. Der einzige Pfeffer, der unreif geerntet wird, ist der grüne Pfeffer. Er wird gefriergetrocknet und behält durch diesen Prozess seine grüne Färbung. Meist ist auch er eingelegt erhältlich.