Keimtechniken für Samen
Bei Samen, speziell bei teuren Samen, steht man immer vor dem Problem, daß man aus wenigen Samen möglichst viele Keimlinge haben will. Daher sollte man ein paar Dinge beachten, dann hat man bei frischen Samen fast immer Erfolg.
1. Schritt: Einweichen
Wir weichen die Samen in einem Glas Wasser für maximal 24 Stunden ein. Die Temperatur des Wassers sollte Zimmertemperatur nicht überschreiten. Spätestens nach 24 Stunden müssen die Samen aus dem Wasser, sonst könnte sich Fäule bilden.
2. Schritt: Samen einpflanzen
Jetzt kann man die Samen in ein lockeres Substrat geben, z.B. Anzuchterde in einem Torftöpfchen, oder auch in ein Quelltöpfchen, bzw. Jiffies. Das Substrat muß gut feucht sein, allerdings ohne Staunässe, sonst droht auch bei diesem Schritt wieder Fäulnis.
Die Samen werden maximal 5 Milimeter tief in das Substrat eingedrückt. Eindrücken: ganz vorsichtig mit einer Pinzette oder etwas ähnlichem, sonst könnte man den Keimling verletzen.
Die Tempertur sollte leicht über Zimmertemperatur liegen, ca. 21 - 22 Grad. Außerdem nicht zu stark beleuchten, bzw. die Keimlinge gut mit Erde abdecken, da die meisten Pflanzen Dunkelkeimer sind.
3. Schritt: Gewächshaus
Jetzt stellen wir die kleinen Jiffis oder die Töpfchen in ein kleines Gewächshaus, da wir eine hohe Luftfeuchtigkeit brauchen, mindestens 75%. Wenn wir ein Gewächshaus nehmen und regelmäßig gießen brauchen wir die Luftfeuchtigkeit nicht messen, ansonsten ein Hygrometer kaufen.
Die Tempertur sollte relativ konstant bei ca. 22 Grad Celsius liegen.
4. Schritt: Die Keimung
Es dauert jetzt maximal ein paar Tage bis Keimblätter durch das Substrat ans Licht dringen.
5. Schritt: Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren
Jetzt kommen unsere Leuchtstoffröhren zum Einsatz. Sobald die Keimblätter da sind können wir mit der Beleuchtung anfangen. Auf keinen Fall schon jetzt mit Natriumdampflampen beleuchten, die Keimlinge würden verbrennen!
Für den Beleuchtungsrythmus braucht man eine Zeitschaltuhr, oder einen guten Wecker :-)
Die Lampen sollten mindestens 18 Stunden pro Tag angeschaltet sein in ca. 20 cm Abstand.
Um den Abstand exakt einhalten zu können empfehle ich Knotenketten die man mit S-Haken an der Decke befestigt, so kann man die Höhe fast Stufenlos ändern und immer für den richtigen Abstand sorgen.


