Pflanzenanbau Indoor - generelle Vorkehrungen

Im Indoorbereich haben wir fast nur Probleme mit Schädlingen und Krankheiten wenn wir sie von außen einschleppen, oder wenn wir Fehler bei der Pflanzenpflege oder dem Raumklima machen. Um die meisten Erkrankungen der Pflanzen auszuschließen werden wir hier die wichtigsten Vorkehrungen und auch Vorzeichen vorstellen. Wie schon mehrmals geschrieben fallen Schädlingsbefall und Krankheiten "nicht vom Himmel". Es gibt immer eine Ursache und einen Auslöser. Durch saubere Arbeit und umsichtiges Verhalten kann man den größten Teil an Krankheiten und Schädlingen aus dem Anbauraum fernhalten.

Vorbeugende Maßnahmen


Bei der Einrichtung eines Zuchtraumes sollte penibelst auf Sauberkeit geachtet werden und alle eventuellen Verschmutzungen vor dem Anbau entfernt werden. Auch zum Bereich Sauberkeit gehört die strikte Trennung von Werkzeugen die man im Anbauraum verwendet und die man außerhalb des Anbauraums verwendet.
Am besten ist es sich alle benötigten Werkzeuge wie Schaufeln oder Meßbecher extra für die Zucht anzuschaffen und auch nur im Anbauraum zu verwenden.
So beugt man dem Einschleppen von Krankheiten ganz einfach vor.

Oftmals hört man, daß man alte Erde bzw. altes Substrat nochmals verwenden kann. Davon ist dringenst abzuraten, denn alle Schädlinge und alle Krankheiten potenzieren sich mit der Zeit gerade in der Erde. Daher immer frisches Substrat für eine Aufzucht nehmen und niemals alte Erde zum Anbauen verwenden.

Um Schimmelbefall und Fäulnis vorzubeugen heißt es die Klimakontrolle im Anbauraum niemals aus den Augen zu lassen. Die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit sollte man immer im Auge behalten.
Dies bedeutet, daß man sich einen Lüfter mit einer Temperatursteuerung (Fancontrol mit Thermostat) zulegen sollte. Diese zugegebenermaßen etwas teurere Anschaffung lohnt sich sehr schnell, dann die Pflanzen sind gesünder und wachsen damit auch besser wenn man den Temperaturfühler auf die richtige Temperatur justiert.

Noche in wichtiger Aspekt sind "Fremdkörper" wie Menschen und Haustiere. Beide sind potentielle Träger von Krankheiten und Schädlingen. Generell kann man auch sagen, daß man die Pflanzen so wenig als möglich und so viel wie nötig nur behelligen sollten. Wenn man dem Drang wiedersteht alle 5 Minuten zu schauen wie es den Pflänzchen geht, dann hat man eine große Krankheitsquelle ausgemerzt.
Und gerade bei Haustieren die sich in der freien Natur überall bewegen und ständig mit Pilzen, Schimmel und Krankheiten in Kontakt sind muß unbedingt beachtet werden, daß man sie auf keinen Fall in den Anbauraum lassen sollte.

Die Auswahl der Pflänzchen die man in den Anbauraum setzt sollte sehr genau erfolgen, denn kranke Pflanzen müssen vorher aussortiert werden. Es macht keinen Sinn schon kranke Pflanzen in den Raum zu setzen, denn dieses Verhalten würde alle vorangehende Arbeit und Sorgfalt ad absurdum führen.
Auch wenn es einem leid tut um das Geld und die Mühe - kranke Pflanzen dürfen nicht in den Growraum rein!
Und wo wir gerade bei kranken Pflanzen sind:
Bei der Auswahl der Samen sollte man aufpassen was man sich antut. Für die meisten Menschen gilt bei Saatgut anscheinend, je teurer, desto besser, aber gerade für den Anfänger ist das ein Irrglaube.
Lieber eine einfache Sorte wie Orange Bud oder Skunk nehmen als gleich White Widdow zu nehmen. Mit ersteren Sorten gelingt die Zucht sehr viel einfacher und sie verzeihen auch mal einen Fehler. Bei hochgezüchteten Sorten besteht immer die Gefahr, daß man nicht richtig düngt, oder das Klima nicht richtig im Griff hat....
Außerdem lohnen sich so teure Samen nur, wenn man vorhat mit Stecklingen zu arbeiten, was ich den meisten Anfängern nicht raten kann. Man sollte erstmal Erfahrungen im Umgang mit den Pflanzen sammeln.