Spinnmilben entgegentreten

Spinnmilben hat jeder Pflanzenliebhaber schon auf seinen Pflanzen gehabt. Leider bemerkt man den Befall meistens zu spät, also erst dann wenn die Blätter gelbliche Flecken aufweisen oder die feinen Spinnweben zu sehen sind.

Identifizierung von Spinnmilben:
Spinnmilben sind, wie der Name schon sagt, Spinnentiere. Man findet sie vor allem unter den Blättern und da vor allem unter den saftigen Triebspitzen. Sie saugen den Blattsaft aus und hinterlassen auf der Oberseite gelbliche Flecken. Nach einiger Zeit findet man auch die bekannten Spinnweben, die am schnellsten beim Besprühen mit Wasser zu erkennen sind. Die Tiere selber sind ca. 0,5 mm groß, haben 8 Beine und in der Farbgebung pendeln sie zwischen weiß, gelb, braun und rot. Für eine genaue Identifizierung empfielt sich die Verwendung einer Lupe.

Vorsorge gegen Spinnmilben:
Wie fast bei jedem Schädling gilt als erste Maßnahme die Sauberkeit im Anbauraum. Damit hat man nachher die wenigste Arbeit. Bei Mutterpflanzen oder im Anbauraum nach der Ernte sollte man mit mit Neemöl oder Pyrethrum aus der Sprühdose vorbeugend arbeiten. Auch eine Art der Vorbeugung ist das Beschmieren der Topfränder mit Harz. Dies stellt eine unüberwindbare Barriere für Spinnmilben dar und würde so bei einem Befall die anderen Pflanzen schützen.

Gegenmaßnahme bei Spinnmilbenbefall:
Wenn der Befall festgestellt wird muß man als ersten erkunden wie umfangreich sich die Population der Spinnmilben darstellt. Also alle Pflanzen und vor allem die verdächtigen Stellen (gelbe Punkte auf den Blättern, Spinnweben auf den Pflanzen) nach Spinnmilben absuchen. Sind nur wenige Pflanzen befallen, dann diese absondern und behandeln. Wichtig ist auch die Stärke des Befalls. Wenn die ganze Pflanze schon eingesponnen ist oder die Blätter sich verfärbt haben, dann ab auf den Kompost damit, wobei dieser weit weg von der eigenen Plantage sein sollte. Am besten vorsichtig in eine Platiktüte stecken, aus dem Growraum bringen und dann verbrennen. Manchmal kann es auch hilfreich sein, daß man sehr stark befallene Stellen einer Pflanze entfernt und so der restlichen Pflanze eine reelle Überlebenschance gibt.

Gegen die Spinnmilben selber kann man folgendermaßen vorgehen: Bei geringem Befall isoliert man die Pflanze, bestreicht den Topfrand mit Harz um ein Übersiedlung auf andere Pflanzen zu verhindern, dann behandelt man die Pflanze mit Neemöl oder besorgt sich noch besser Nützlinge aus dem Fachhandel: Raubmilben der Gattungen Phytoseiulus persimilis, Neoseiulus fallacius oder Galendromus occidentalis. Diese gibt man zu mindestens 20 auf jede befallene Pflanze.
Achtung:
Vor dem Einsatz von Nützlingen sollte man alle vorher benutzen Chemikalien durch ein Tauchbad von der Pflanze entfernen, denn sonst hat man damit auch die Nützlinge erledigt. Außerdem muß man auf die Bedingungen achten, da viele Raubmilben eine bestimmt Temperatur brauchen und auch spezielle Lichtverhältnisse, bis sie aktiv werden.

Für Pflanzen die als Mutterpflanzen genutzt werden, kann man auch die chemische Keule auspacken, denn diese sollen ja nicht konsumiert werden. Hier empfiehlt sich Pyrethrum aus der Sprühdose. Dies in regelmäßigen Abständen benutzt, sollte Abhilfe schaffen im Anbauraum.

Weiterführende Links


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Schneckenhauslüfter für die Belüftung
Steppenraute / Peganum harmala

Definition des pH Wertes
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