Stecklinge: Vor- und Nachteile

Die Arbeit mit Pflanzenstecklingen hat an sich nur Vorteile. Nachteile können sich nur dann einstellen, wenn man unsauber arbeitet, oder das Ausgangsmaterial schlecht war, denn jeder Steckling (Klon) kann nur so gut sein wie die Mutterpflanze.

Kein Pflanzenausschuss

Wer mit hochwertigem Saatgut arbeitet, der kann zwar die Umweltbedingungen soweit manipulieren das ein höherer Anteil an gewünschten Eigenschaften entsteht, allerdings nur geringfügig mehr als unter natürlichen Bedingungen.
Somit entfällt das Entsorgen der unerwünschten Pflanzen

Kontinuierliche Ernte

Wer kontinuierlich Stecklinge (Klone) von den Mutterpflanzen schneidet der kann ununterbrochen vermehren.
Dafür schneidet er alle 2-3 Tage 1-2 Stecklinge von den Mutterpflanzen.

Jeder Klon ist nur so gut wie das Ausgangsmaterial

Ein großer Vorteil wie auch Nachteil ist die Tatsache, dass jeder Klon nur so gut sein kann wie die Mutterpflanze war. Das heißt: bei der Auswahl der Mutterpflanzen sollte man sehr selektiv sein, denn alle von ihr gewonnenen Stecklinge werden nachher die Eigenschaften der Mutter haben.
Das bedeutet für die Praxis, daß man bei der Zucht der Mutterpflanzen einen möglichst großen Bestand an Pflanzen haben sollte, damit man nachher genügend "aussieben" kann.

Saatgut kaufen

Für die Arbeit mit Pflanzen-Stecklingen muss man einmal Saatgut kaufen. Daher sollte man an dieser Stelle nicht sparen, denn die Kosten verteilen sich mit jedem Steckling mehr.
Auch sollte man darauf achten nicht nur eine Sorte anzubauen, denn das Risiko, dass bei einer Monokultur die Pflanzen von einer Krankheit dahingerafft werden, sind sehr viel größer, als wenn man mit mehr als einer Art arbeitet.